06.06.2012

Klimaagentur nimmt Arbeit auf

Essener Klimatage dokumentieren Anstrengungen von Stadt und Partnern

Essener Ratsmitglieder diskutierten gestern (5.6.) mit Bürgern und Experten die Aufgaben der neu gegründeten Klimaagentur. Dabei wurde schnell deutlich, dass Essener Bürger, Initiativen und Firmen konkrete und seriöse Unterstützung beim Klimaschutz benötigen. Die Diskussion war der Höhepunkt der Essener Klimatage, bei denen die Stadt und die Partner der Klima-Initiative ihre laufenden Projekte präsentierten. Der Austausch mit Klima|Rettern stand dabei im Mittelpunkt.

Die „Klima-Initiative Essen. Handeln in einer neuen Klimakultur“ [KIE] ist ein Projekt unter dem Dach der klima|werk|stadt|essen. Dieses einmalige Projekt zählt zu den fünf Gewinnern des BMBF-Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“, bei dem die Stadt gemeinsam mit den Projektpartnern Allbau, Stadtwerke, EVAG und Universität ein starkes Bündnis eingeht. „Wir wollen unser Essen ein Stück neu erfinden: wir werden Firmen, Initiativen und Menschen beim Klimaschutz gezielt unterstützen und Essen damit noch attraktiver machen“, so Simone Raskob, Beigeordnete des Geschäftsbereichs Umwelt und Bauen der Stadt Essen.

Auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen Institutes trafen sich bereits am Montag (4.6.) rund 80 Interessierte aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft zum „Stadtgezwitscher“ in der Ladengemeinschaft des GenerationenKulthauses an der Viehofer Straße. In einem originellen Format berichteten Initiativen und Firmen über ihre Geschäftsmodelle und Ideen zum Klimaschutz. Nach dem letzten Vortrag der Solargenossenschaft Essen eG, die seit 2009 für ihre wachsende Mitgliederzahl erfolgreich aktives Bürgerengagement und solide Investitionen in Gemeinschaftssolaranlagen investiert, nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum intensiven Austausch von Erfahrungen und Kooperationsmöglichkeiten. Friederike Behr, Mitarbeiterin des KWI im Rahmen der Klima-Initiative, war nach der Veranstaltung hoch zufrieden: „Der kommunale Klimaschutz braucht genau diesen Austausch. Deswegen werden wir weitere Foren für neue Ideen und Diskussionen bieten.“

Im Rahmen der gestrigen Podiumsdiskussion über die Aufgaben der neuen Essener Klimaagentur, bei der unter anderem Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW, und Gerd Marx, Leiter der EnergieAgentur.NRW, über ihre langjährigen Erfahrungen diskutierten, empfahl Udo Sahling, Geschäftsführer der 2001 gegründeten Klimaschutzagentur Region Hannover: „Grundlage unserer erfolgreichen Arbeit sind kostenlose und neutrale Angebote, die wir von unabhängigen Beratern durchführen lassen. Damit erleichtern wir unseren Kunden erste Schritte und stellen auf Wunsch Kontakt zu einem seriösen Netzwerk von qualifizierten Handwerkern und Planern her“.

Die Klimaagentur Essen hat ihre Arbeit im Rathaus aufgenommen.

Herausgeber:

Klimaagentur Essen
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