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Wussten Sie schon, dass...

... die Ressourcen für einen Lebensstandard wie in Deutschland weltweit nur für gut zwei Milliarden Menschen reichen würde?

... ein durchschnittlicher Europäer täglich 43 Kilogramm Materialien wie Metalle, Lebensmittel oder Energie verbraucht? Ein Amerikaner bringt es gar auf 88 Kilogramm täglich!

... 18 Prozent der klimaschädlichen Gase auf unsere Ernährung zurückzuführen sind?

... eine fleischarme Ernährung das Klima schont und ein Kilogramm weniger Rindfleisch pro Woche im Jahr 500 Euro und 700 Kilogramm CO2 spart?

... jedes Grad Raumtemperatur weniger rund 6 Prozent Heizkosten und eine um ein Grad niedrigere Heiztemperatur im Haus im Jahr 300 Kilogramm CO2 spart?

... Energiesparlampen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen verbrauchen? Und wer in seiner Wohnung auf Energiesparlampen umsteigt, im Jahr bis zu 330 Kilogramm CO2 spart?

Klimabewusst essen & konsumieren

Unser Konsumverhalten hat erhebliche Auswirkungen auf das Klima. Denn in den Produkten ist oft viel verstecktes CO2, das zum Beispiel bei der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Produkten entsteht.

Konsumieren lassen sich nicht nur Produkte, die man kauft (Handy, Auto, Kleidung, Nahrung etc.), sondern auch Dienstleistungen, die man nutzt (Reisen, Internet, Strom, Veranstaltungen etc.). Unser Konsumniveau steigt dabei stetig an: In den Industrieländern hat sich die Menge der gekauften Kleidung in den letzten 10 Jahren verdoppelt, der Verkaufszahlen von elektronischen Geräten (Handy, Computer, Smartphones etc,) steigt rasant an. Gleichzeitig haben viele Produkte eine immer kürzere Lebensdauer, so dass sie regelmäßig durch neue ersetzt werden müssen.

Auch unsere Ernährung trägt jährlich mit ca. 2,5 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen je Einwohner zu den Treibhausgasemissionen durch privaten Konsum bei. Damit entsprechen die jährlichen CO2-Emissionen durch Ernährung der Größenordnung, die durch Verkehr verursacht wird. Lebensmittel haben unterschiedlichste Klimabilanzen, so dass Konsumenten beim Einkauf mitentscheiden können, wie klimafreundlich sie sich ernähren.

Klimaschutz in Konsumentenhand

Die Einflussmöglichkeiten der Konsumenten im Kampf gegen den Klimawandel werden häufig unterschätzt. Sie können durch klimafreundlichen Kaufentscheidungen und Verbrauchsgewohnheiten jedoch erheblich zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen beitragen und uns gleichzeitig ermöglichen, preiswerter, länger und gesünder zu leben:

  • Achten Sie auf die richtigen Label bzw. Qualitätssiegel beim Einkauf.
  • Bevorzugen Sie langlebige und energieeffiziente Produkte.
  • Nutzen statt besitzen: Überlegen Sie, ob der Kauf unbedingt nötig ist oder ob es andere Möglichkeiten wie z. B. Leihen, Mieten, Tauschen etc. gibt.
  • Planen Sie im Vorfeld den Transport der einzukaufenden Produkte (z. B. eigene Einkaufstasche mitbringen, weniger verpackte Waren kaufen etc.).
  • Transportieren Sie, wenn möglich, klimafreundlich (zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Öffentlichen Nahverkehr etc.).
  • Ein zweites Leben geben: Der Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren ist ein sinnvoller Beitrag zur Wiederverwendung und zum Recycling.
  • Wenn Sie Altglas zum Container bringen und Papier, Pappe, Plastik und Dosen vom Restabfall trennen, ersparen Sie unserer Umwelt enorm viel CO2.

Klimaverträglicher Konsum

Klimaverträglicher Konsum (Herstellung, Auswahl, Nutzung und Entsorgung) von Produkten wird erreicht, wenn die mit dem Konsum einhergehenden Treibhausgasemissionen den globalen Zielen entsprechen – das heißt, die Gesamtemissionen im Jahr 2050 im Schnitt zwei Tonnen CO2 pro Kopf nicht überschreiten. Klimaverträglicher Konsum ist nicht nur Aufgabe der Verbraucher, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft, Politik und Verbrauchern, die Einzelaktivitäten ebenso wie gemeinsame Maßnahmen und ein koordiniertes Vorgehen erfordert. (Quelle: Perspektiven eines klimaverträglichen Konsums jenseits von Konsumverzicht)