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Dezentrale Stromerzeugungseinheiten im Verbund

Zu den zukunftsträchtigen Techniken zählt die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung. Darunter versteht man die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme durch die Verbrennung von Erdgas. Die Technik gilt als ressourcen- und umweltschonend, weil für die gleiche Menge Energie weniger Rohstoffe benötigt werden. Im Verhältnis zur Stromerzeugung in Großkraftwerken ist die Effizienz einer dezentralen Anlage größer. Darüber hinaus reduzieren sich die Emissionen aus der vermiedenen Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas.

Praxistest: Intelligenter Verbund dezentraler Energieerzeugung

Im Rahmen des Forschungsprojektes Klimainitiative Essen untersucht die Stadtwerke Essen AG das Arbeitspaket virtuelles Kraftwerk mit µ-KWK-Anlagen. Darunter versteht man eine Zusammenschaltung von kleinen, dezentralen Stromerzeugungseinheiten zu einem Verbund. Virtuell heißt das Kraftwerk nicht, weil es keinen Strom erzeugt, sondern weil es mehr als einen Standort besitzt.

Die Ziele für die Stadtwerke Essen AG sind:

  • Sammlung von praktischen Erfahrungen
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und technischen Machbarkeit
  • Untersuchung der Klimawirksamkeit

Das Projekt „Virtuelles Kraftwerk“ wurde im Januar 2011 gestartet und endet im Sommer 2016. Die theoretischen Untersuchungen der technischen Machbarkeit sind bereits abgeschlossen worden. Im Jahr 2012 wurden 2 geeignete Objekte (Einfamilienhäuser) für die Erstinstallation von µ-KWK-Anlagen identifiziert. Die Anlagen wurden im April 2013 installiert. Nach der erfolgreichen Installation und Inbetriebnahme wird das Untersuchungsprogramm zur Dokumentation von reellen Betriebsdaten starten. Nach mindestens zwei kompletten Heizperioden soll die Studie enden.

Geschäftsmodell "Virtuelles Kraftwerk"

Zum Aufbau eines virtuellen Kraftwerks bedarf es einer Vielzahl von µ-KWK-Anlagen. Im Jahre 2013 sollen Geschäftsmodelle erarbeitet werden, die die weitere Installation von µ-KWK-Anlagen ermöglichen. Ziel ist ein wirtschaftliches Dienstleistungsangebot, das ohne Fördermittel wirtschaftlich rentabel ist. Die Geschäftsmodelle sollen eine optimale Vermarktung der produzierten Strommenge auf dem liberalisierten Strommarkt ermöglichen.