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Thermografie Wärmebilder für den Klimaschutz

Mit der Thermografie-Befliegung geht die Stadt Essen gemeinsam mit ihrem Partner RWE Deutschland bei der Energiewende voran. Auf Basis von Wärmebildern aus der Luft werden im Rahmen des ambitionierten Projektes die Energieeinsparpotenziale und energetischen Zustände aller Gebäudedächer in Essen geprüft. Hierfür ist die europäische Spezialfirma Eurosense beauftragt, die mit einer an einem Flugzeug installierten Spezialkamera die Erdoberfläche thermografisch erfasst.

Thermografiebefliegung von Gebäuden

Mit den neuartigen Informationen aus der Luft lassen sich Wärmeverluste von Gebäuden bewerten. Binnen dreier Flugnächte wurde die Ausstrahlung auf Dachflächen gemessen. Die Stadt Essen hat 213.359 Dächer im 3D-Gebäudekataster. In 93.242 Fällen handelt es sich hierbei um Dächer von Wohngebäuden, rund 80% dieser Wohngebäude sind in Privatbesitz.

Durch Wärmeverluste an Gebäuden entstehen außerordentliche Energieverluste und damit unnötige Kosten für Hausbesitzer und Mieter. Die Kenntnis von Energieverlusten hilft den globalen Energieverbrauch und die Treibhausgase zu verringern und damit Geld zu sparen.

„Energetischer Fußabdruck“ für Essen

Ziel des Projektes ist es, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Energieeffizienz zu sensibilisieren und Gebäudeeigentümer auf mögliche energetische Sanierungsoptionen aufmerksam zu machen. Wichtig dabei: Jeder erhält ausschließlich die Daten seines eigenen Hauses – damit erfährt nur der jeweilige Eigentümer selbst, wie es um den energetischen Zustand seines Gebäudes bestellt ist. „Der Datenschutz wird ganz groß geschrieben“, sagt Dr. Frank Knospe. „In dem Verfahren geht es den Projektbeteiligten nicht darum, für sich Informationen einzelner Gebäude zu sammeln, sondern die Informationen sollen den Bürgern nutzen. Die Bilder sollen ein Angebot an Bürger und Kommune sein, um Energie und Geld zu sparen und somit einen wichtigen und richtigen Schritt auf dem Weg zur Energiewende zu vollziehen.“

Ergebnisse: Herbst 2013

Anschließend werden die erhobenen Daten vom TÜV Rheinland ausgewertet, was circa sechs Monate in Anspruch nehmen kann. Info-Briefe, in denen der Einzelne mehr über den energetischen Zustand seines Gebäudes erfährt, können Eigentümer dann in anschaulich und ausführlich aufbereiteter Form voraussichtlich im September anfordern. „Wir planen, die Informationen zum Herbst bereitzustellen. So kann jeder noch rechtzeitig vor dem Winter sehen, wie der Energiezustand seines Hauses aussieht und so eventuell noch vor dem Winter rechtzeitig Einsparpotenziale erkennen“, erklärt Dr. Frank Knospe, Projektleiter beim städtischen Amt für Geoinformation und Kataster.