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Energetisch optimierte Planungsansätze in Essen

Klimaschutzsiedlung: Dilldorfer Höhe

Die Allbau AG wird die erste Klimaschutzsiedlung in Essen bauen. Die vom Duisburger Architekturbüro Druschke und Grosser entworfene Planung und das vom Ingenieurbüro Weiss aus Gelsenkirchen entwickelte Energiekonzept sehen für die Klimaschutzsiedlung auf der Dilldorfer Höhe folgendermaßen aus: die Allbau AG baut im Rahmen von zwei Bauabschnitten 49 Wohneinheiten in acht dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern und zusätzlich 17 Reihenhäuser. Der erste Bauabschnitt umfasst vier Geschosswohnungsbauten mit 25 Wohneinheiten, von denen zwei Gebäude mit 14 Mietwohnungen im Passivhausstandard ausgeführt werden. Die übrigen Geschosswohnungen und alle Einfamilienhäuser erhalten KfW-Effizienzhaus-55-Standard.

Mustersiedlung Neustraße

Die städtische Fläche im Stadtteil Essen-Bergeborbeck an der Neustraße/Ecke Heegstraße ist ausgewählt worden, um eine städtebauliche Mustersiedlung mit energetisch optimierten Planungsansätzen und besonderen Anforderungen an die Energieversorgung und die Nutzung regenerativer Energien zu entwickeln. Der Bebauungsplan ist energieoptimiert entwickelt und Mitte 2011 rechtskräftig geworden. Unmittelbar anschließend begann das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren für den Grundstücksverkauf mit der Zielsetzung in das Landesprogramm „100 Klimaschutzsiedlungen“ aufgenommen zu werden. Im Jahr 2009 hat die Landesregierung NW das Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein–Westfalen“ gestartet.

Der hierzu erstellte Planungsleitfaden formuliert als Anforderung u.a., dass die zulässigen Emissionen einer Klimaschutzsiedlung bei einem Neubau in Abhängigkeit vom Gebäudetyp 50 % – 60 % unter den Werten, die sich für Referenzgebäude entsprechend der Verordnung über energie-einsparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinspar-verordnung 2009 – EnEV 2009 -) ergeben, liegen müssen. Mit der Erreichung der Werte und der Anerkennung als Klimaschutzsiedlung können entsprechende Fördermittel bei der Umsetzung generiert werden. Als Ergebnis des städtischen Auswahlverfahrens konnte Ende 2011 die Vermarktung der Fläche an die Allbau AG vorbereitet werden. Anschließend ist die Vorstellung des Konzeptes der Allbau AG bei der Klimakommission und damit die Anerkennung als Klimaschutzsiedlung geplant sowie die Umsetzung.

Essen West

Auf dem ehemaligen Güterbahnhof West an der Hagenbeckstraße in Frohnhausen laufen die Planungen für ein energieoptimiertes Wohnquartier nach den Grundsätzen des solaren Städtebaus. Hier entstehen günstig zur Sonne orientiert und mit gutem Oberflächen-Volumen-Verhältnis ca. 80 Wohneinheiten als Reiheneinfamilienhäuser in einem attraktiven Preissegment. Kennzeichen des Quartiers ist die integrierte Lage im Stadtteil, die hervorragende ÖPNV-Anbindung (Straßenbahn, S-Bahn) und die Tatsache, dass eine langjährige Bahnbrache für die Innenentwicklung wieder genutzt wird. Das planerische Konzept sieht daneben ein autoarmes Quartier vor. Die Stellplatzanlagen bleiben am Rand und die Gebäude werden lediglich von Wohnwegen erschlossen. Der Bauträger, Wilma Wohnen West GmbH, hat sich bereits mit einem letter of intent grundsätzlich zu den Zielen von InnovationCity Essen bzw. zur Klimawerkstadt Essen bekannt. Wie auch in anderen Fällen soll hier ein Blockheizkraftwerk zum Einsatz kommen. Der Bebauungsplan wird als B-Plan der Innenentwicklung aufgestellt und soll Mitte 2012 rechtskräftig werden. Danach kann gebaut werden.