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Intelligente Vernetzung unserer Grünflächen und Parks

Wussten Sie, dass Essen die drittgrünste Stadt Deutschlands ist? Das "öffentliche Grün" trägt zum gesunden Klima in unserer Stadt bei und leistet somit einen großen Beitrag zur Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Mehr Grün macht Essen attraktiver

Mehr Grün bedeutet mehr Klimaschutz in Essen - dafür arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Grün und Gruga Essen auf den verschiedensten Gebieten: sie planen und schaffen neue Grünanlagen und pflegen sie; sie kümmern sich zudem um die städtischen Spielplätze und Außenanlagen an Schulen und Kindertagesstätten; auch die Bewirtschaftung von Waldflächen und der Betrieb und die Unterhaltung von Friedhöfen gehören zu ihrem Aufgabenspektrum. Dabei reicht es aber nicht aus, Grünflächen als reines Erholungsangebot und als Freizeitflächen zu betrachten. Die steigende Zahl von Extremwetterereignissen wie der Sturm Kyrill Anfang 2007 oder das Starkregenwetter mit Überschwemmungen im Sommer letzten Jahres, von denen auch Essen betroffen war, zeigen, dass in der Grünflächenentwicklung weitere Anpassungen an die Klimaveränderungen stattfinden müssen.

Projekte für den Klimaschutz

In der Stadtplanung und Freiraumentwicklung werden neue Flächennutzungen wie die des Krupp-Parks oder des Universitätsviertels umgesetzt, Projekte wie ESSEN.Neue Wege zum Wasser verbinden Grünareale und ermöglichen neue Erlebnisräume für Arbeiten und Wohnen am Wasser, die Bewirtschaftung des Stadtwaldes ist an den international anerkannten FSC-Richtlinien ausgerichtet worden, neue Radwegesysteme in Essen schaffen Angebote für umweltfreundliche Verkehrsmittel und laden Essens Bürgerinnen und Bürger zum Ausflug mit dem Fahrrad ein. Und im Grugapark, der als Ökoprofit®-Betrieb ausgezeichnet ist, wird aktuell sehr viel Energie in das Thema "Einsparung des CO2-Ausstoßes" gesteckt. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit den Stadtwerken Essen und den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) wird gegenwärtig ein Klimaschutzkonzept zur Nutzung von Biomasse umgesetzt. Im Mittelpunkt steht die energetische Nutzung der eigenen Grünabfälle zur Wärmeversorgung. Praktisch sieht es so aus, dass die Biomasse in einem Biomasse-Heizwerk im Grugapark verfeuert und den Großverbrauchern im Umfeld als Fernwärme zur Verfügung gestellt werden soll. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch ein Umbau der Orangerie erfolgen, wobei Klimaschutz-Technologien zum Einsatz kommen werden. Über die im Park angesiedelte wissenschaftliche Botanik arbeitet Grün und Gruga am Thema Biodiversität - dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Alle Botanischen Gärten erfüllen eine wichtige Aufgabe beim weltweiten Schutz der vom Klimawandel bedrohten Pflanzenarten.

Öffentlichkeitsarbeit für den Klimaschutz

Ebenso wichtig wie die Umsetzung der Klimaschutzprojekte ist die Öffentlichkeitsarbeit für den Klimaschutz. Als Modellprojekt ist geplant, dass alle im Grugapark verwirklichten Klimaschutz-Maßnahmen den Besucherinnen und Besuchern anschaulich erklärt werden. Zudem arbeitet die Grugapark-Einrichtung "Schule Natur", die über 35.000 Kunden pro Jahr hat, in einem Netzwerk daran, das Thema in die Lehrpläne unterschiedlicher Fächer der Sekundarstufen zu integrieren - gemäß der Devise "Klimaschutz will gelernt sein".