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Erfolgreiche Lead-City-Maßnahmen: Verbesserte Takte der Ruhrbahn sollen über 2021 hinaus verlängert werden

09.09.2021

Die Stadt Essen und die Ruhrbahn GmbH sind 2018 mit dem Ziel gestartet, einen schnell umsetzbaren und wirkungsvollen Beitrag zur Senkung der lokalen Stickstoffdioxidbelastung zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurden im Juni 2019 im Rahmen des Lead-City-Projektes aus dem Bundesprogramm "Saubere Luft" bestimmte Linien der Ruhrbahn verstärkt und teilweise ein 5- bzw. 10-Minuten-Takt eingeführt. Im Detail erfolgte diese Angebotsverbesserung auf den Linien SB 15, 146, 160/161, 169 und 170.

Bereits nach einer Betriebszeit von zehn Monaten resümierte die Ruhrbahn, dass die Angebotsausweitung auf den Linien 103, 146 und 160/161im Essener Stadtgebiet erfolgreich und auf der Linie 170 teilweise erfolgreich war. Lediglich auf den Linien 169 und SB 15 wurde die Ausweitung nicht erfolgreich angenommen. Die Angebotsausweitung wurde durch den Rat der Stadt Essen für die Linien 103, 146 und 160/161 und 170 bereits im Juni 2020 verlängert. Da das Angebot durch die Essener*innen auch weiterhin sehr gut angenommen wurde, sprach sich der Rat der Stadt Essen im März abermals für die Fortführung des erweiterten Angebots zunächst bis zum Ende dieses Jahres 2021 aus. Zudem wurde die Verwaltung damit beauftragt, die weitere Fortführung über das Jahr 2021 hinaus zu prüfen.

Hierzu führte die Ruhrbahn GmbH im zweiten Quartal 2021 eine abschließende Fahrgastzählung durch, welche zeigte, dass es vor allem auf den Linien 146 und 160/161 Fahrgastzuwächse gab. Die Zahlen auf den Linien 103 und 170 fielen im Vergleich zum Frühjahr 2019 zwar leicht ab, sind aber aufgrund der Corona-Pandemie auf einem weiterhin sehr hohen Niveau.

Nach Auswertung der Projektevaluation und auf Basis sämtlicher Fahrgastzählungen empfiehlt die Stadtverwaltung nun das erweiterte Angebot auf den Linien 103, 146, 160/161 und 170 in den Nahverkehrsplan der Stadt Essen und somit ab 1. Januar 2022 in das Regelangebot der Ruhrbahn GmbH zu übernehmen. Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität sprach sich in seiner heutigen Sitzung (09.09.) mehrheitlich hierfür aus. Die abschließende Entscheidung fällt der Rat der Stadt Essen voraussichtlich am 22. September. Die dauerhafte Weiterführung der erfolgreichen Linien aus dem Lead-City-Projekt würde den städtischen Haushalt voraussichtlich mit zusätzlichen Kosten in Höhe von jährlich rund 1,8 Millionen Euro belasten.

"Mit einer Fortführung der erfolgreichen Lead-City-Maßnahmen machen wir einen weiteren Schritt hin zur Erreichung unseres Modal Split '4 x 25 Prozent-Ziels'", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Die umweltfreundliche Mobilität ist eine wichtige Aufgabe für unsere Stadt und die Auswertungen zeigen, dass das erweiterte Ruhrbahn-Angebot von den Essenerinnen und Essenern angenommen wird."

Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen, ergänzt: "Schon in der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas formulierte die Stadt Essen im Jahr 2014 das Ziel eine Neuausrichtung der Mobilität einzuleiten. Mit der Beibehaltung der Taktverdichtung tragen wir dazu bei, die Luftqualität in Essen weiterhin nachhaltig zu verbessern und sorgen zudem dafür, dass die Attraktivität des ÖPNV in unserer Stadt steigt."

"Durch das finanzielle Engagement des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) konnten wir ein wirksames Maßnahmenpaket schnüren und haben es geschafft, viele Menschen von den Vorteilen des ÖPNV zu überzeugen – und das war ja das erklärte Ziel der Modellstadt. Im Sinne der Nachhaltigkeit bin ich heute sehr froh, dass der Ausschuss für Verkehr und Mobilität eine Finanzierung der bewährten Taktverstärkung über das Jahr 2021 hinaus empfohlen hat", so Ruhrbahn Geschäftsführer Michael Feller.

Das umfangreiche Zusammenspiel zwischen verschiedenen Ticketmaßnahmen, einer gezielten Verstärkung der Takte auf ausgewählten Linien und eine überzeugende Kommunikations-Strategie hat sich insgesamt als sehr erfolgreich herausgestellt, bestätigt auch Projektleiter Georg Grindau: "Wir haben die Ticketverkäufe angekurbelt und über 4.600 neuen Abonnentinnen und Abonnenten, die während der Projektlaufzeit das Angebot als echte Neukundinnen und Neukunden nutzten. Weitere Ticketmodelle, wie beispielsweise das 30-TageTicket, haben viele Kundinnen und Kunden dem System zugeführt. Durch das Marketingkonzept waren die Angebote und das Modellstadtprojekt im Stadtbild über die gesamte Laufzeit sehr präsent."

Ohne die Auswirkungen der Pandemie wären die erzielten Fahrgastgewinne sicherlich noch eindeutiger gewesen, aus Sicht der Stadt Essen und der Ruhrbahn waren die endgültigen Maßnahmen dennoch sehr erfolgreich.

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