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Verkehrssicherungsmaßnahme im Volkspark Bergeborbeck

Bäume sind von der Rußrindenkrankheit befallen. Grün und Gruga pflanzt im Herbst nach.

24.03.2020

Nach wie vor machen Krankheiten und Schädlingsbefall den Essener Bäumen an Straßen, in Grünanlagen und im Forst zu schaffen. Regelmäßig führt Grün und Gruga im gesamten Stadtgebiet Baumkontrollen durch, um Gefahren für Menschen und ihr Hab und Gut abzuwehren. Wurden potentielle Gefahren festgestellt, können Pflegearbeiten erforderlich werden. Diese dienen dann der Erhaltung eines langfristig sicheren Baumbestandes in unserer Stadt. Wenn die Maßnahmen der Baumpflege jedoch nicht dazu führen, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet werden kann, müssen Bäume gefällt werden.

Im Volkspark Bergeborbeck wurde bei Kontrollen ein großflächiger Befall mit der Rußrindenkrankheit im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Etwa 75 Berg-Ahorne müssen aufgrund der Nähe zu Gehwegen und zur Bahnlinie kurzfristig gefällt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Im Umfeld der Grünanlage muss kurz- und mittelfristig mit weiteren Fällungen gerechnet werden. Eine umfangreiche Nachpflanzung auf der Fläche erfolgt im Herbst.

Der Ausbruch der Rußrindenkrankheit, die zum ersten Mal im vergangenen Frühjahr in Essen aufgetreten ist, ist Folge der trockenen und heißen Sommer 2017 und 2018. Der Pilz kann sich zudem auch von bereits abgestorbenem Holz ernähren, so dass er durch den Trockenstress und den Wassermangel beste Entwicklungs- und Verbreitungsmöglichkeiten findet. Befallen werden in erster Linie Berg-, in seltenen Fällen auch Spitz-, Silber- und Feldahorne. Verantwortlich dafür ist ein Schlauchpilz mit Ursprung in Nordamerika. Die eingewanderte Pilzart Cryptostroma corticale, die in Deutschland das erste Mal in 2005 beschrieben wurde, verbreitet sich über Sporen. Bei wenigen sensiblen Menschen können bei intensivem Kontakt mit den Sporen allergisch bedingte Entzündungen der Lungenbläschen auftreten, die meist bereits nach wenigen Stunden oder Tagen wieder restlos abklingen.

Fatale Folgen hat die Krankheit für die Bäume selbst: Zunächst treten Schleimflussflecken am Baumstamm auf, die Rinde und weitere Schichten reißen auf oder platzen ab. Im weiteren Verlauf wird dann schließlich auf dem Holz ein schwarzer, ascheartiger Belag sichtbar, auf dem sich die Sporen befinden, die dann durch die Luft weitergetragen werden. Im Baum setzt im Laufe der Erkrankung Weißfäule ein. Die Folge: Der Baum ist bereits nach sechs bis acht Wochen nicht mehr verkehrssicher und muss entnommen werden.

Wenn die Fällung eines Ahorns durchgeführt werden muss, wird das Gebiet um den Baum herum abgesperrt, da durch die Arbeiten eine höhere Sporenaufwirbelung entstehen kann.

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