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Die Badesaison am Seaside Beach eröffneten Simone Raskob, Beigeordnete der Stadt Essen, Professor Norbert Jardin, Ruhrverband, und Marina Lorsch, Gesundheitsamt der Stadt Essen. Die Badesaison am Seaside Beach eröffneten Simone Raskob, Beigeordnete der Stadt Essen, Professor Norbert Jardin, Ruhrverband, und Marina Lorsch, Gesundheitsamt der Stadt Essen.

Mögliche Badetage am Seaside Beach sollen in 2018 erhöht werden

Im letzten Jahr kamen 7.700 Besucherinnen und Besucher an 47 Badetagen

11.05.2018

Im letzten Jahr eröffnete die Stadt Essen gemeinsam mit dem Ruhrverband nach 46 Jahren die erste offizielle Badestelle an der Ruhr. Jetzt startet "Baden in der Ruhr" in seine zweite Saison. Durch eine Weiterentwicklung des Frühwarnsystems, das die Einhaltung der hygienischen Qualitätsanforderungen an das Ruhrwasser an der Badestelle am Seaside Beach Baldeney vorhersagt, sollen in 2018 deutlich mehr Badetage ermöglicht werden können.

"'Baden in der Ruhr' war das Projekt im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017 mit der größten Strahlkraft. Pressevertreter aus vielen Teilen Deutschlands, Europas und sogar von anderen Kontinenten berichteten darüber, dass in der Ruhr, einem ehemaligen Industriefluss, nach 46 Jahren wieder gebadet werden kann. Noch wichtiger jedoch ist, dass 7.700 Menschen in 2017 die Badestelle nutzten. Das war eine tolle Bestätigung für alle, die sich seit Jahren für das Projekt engagieren", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017.

Im vergangenen Jahr war die Badestelle an 47 Tagen geöffnet. Nach Starkregenereignissen, in deren Folge eine Entlastung der Regenbecken erfolgen musste, wurde eine Sperrung des Badebereiches notwendig. Angezeigt wurde diese von einem eigens entwickelten Frühwarnsystem, das Schwankungen der hygienischen Wasserqualität vorhersagt.

Hohe Wasserqualität in der Ruhr

Die Monate nach Ende der ersten Badesaison wurden genutzt, um die Ergebnisse der Wasserproben auszuwerten: Das in der Badesaison 2017 eingesetzte Frühwarnsystem für die Badestelle am Seaside Beach hat bewiesen, dass die Vorhersagen der hygienischen Bedingungen auf der sicheren Seite lagen. An jedem Tag, an dem eine Überschreitung der hygienischen Parameter im Nachhinein tatsächlich nachgewiesen wurde, hat das Frühwarnsystem vorher eine Schließung der Badestelle angezeigt.

Die Ergebnisse der vorgeschriebenen regelmäßigen Untersuchungen der hygienischen Parameter E.Coli und intestinale Enterokokken zeigen, dass die hygienische Qualität in der Ruhr hoch war und eine Weiterentwicklung des Frühwarnsystems möglich ist.

Um mehr Badetage zu ermöglichen, wurden zwei Strategien zur Optimierung des Frühwarnsystems verfolgt: Erstens wurde geprüft, ob durch die Einbeziehung von Entlastungsdaten der Regenbecken eine bessere und immer noch sichere Vorhersage erreicht werden kann. Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend, allerdings ist die statistische Absicherung noch nicht ausreichend. In der Badesaison 2018 wird dieser Ansatz daher weiterentwickelt.

Die Anhebung des Grenzwertes für die Niederschläge ist der zweite Optimierungsansatz. Das Frühwarnsystem 2017 löste ein Badeverbot aus, sobald an einer von sechs Regenmessstationen der Niederschlag über fünf Millimeter lag. Dank der zahlreichen Messwerte konnte durch statistische Analysen nun nachgewiesen werden, dass eine sichere Vorhersage , die zur Schließung der Badestelle führt, gegeben ist, wenn an drei von sechs Messstationen ein Niederschlag von sieben Millimetern oder an einer Station ein Wert von neun Millimetern überschritten wird.

"Mit der Modifizierung des Frühwarnsystems können wir die Anzahl der möglichen Badetage wesentlich erhöhen", sagt Professor Norbert Jardin, Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement des Ruhrverbands, bei der Eröffnung der Badesaison 2018 am Baldeneysee.

Öffnung der Badestelle wird online angezeigt

Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney erstreckt sich über eine Uferlänge von 50 Metern und reicht 15 Meter in den See hinein. Der Einstieg in das Fließgewässer ist über drei Stege möglich. Interessierte können sich auf der Website der Stadt Essen unter www.essen.de/badeninderruhr oder auf der Website des Seaside Beach Baldeney informieren, ob die Badestelle geöffnet ist. Eine Badeaufsicht sowie eine entsprechende Infrastruktur mit Toiletten, Umkleiden und Verpflegung sind durch das Seaside Beach Baldeney gewährleistet. Die Nutzung der Badestelle ist im regulären Eintrittspreis von 3,50 Euro (ermäßigt 3 Euro) enthalten.

Über "Baden in der Ruhr"

Die Badestelle am Seaside Beach ist die erste Badestelle in der Ruhr. Über vierzig Jahre mussten die Essener Bürgerinnen und Bürger auf das Baden in "ihrer" Ruhr verzichten - im Sommer 2017 hatte das Warten ein Ende.

Die Ruhr hat eine bewegte Entwicklung hinter sich: Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch Investitionen in Milliardenhöhe in die Abwasserbeseitigung seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Ruhr zu einem blauen und sauberen Gewässer entwickelt. Unter dem Projektnamen "Sichere Ruhr" wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein sicheres und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards für Badegewässer berücksichtigt.

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Stadt Essen
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