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Wortbildmarke: Radeln ohne Alter kombiniert mit den Logos der Stadt Essen, des JoCenter Essen, der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017, der klima|werk|stadt|essen, der Neuen Arbeit der Diakonie Essen gGmbH, der Allbau AG, des Kulturwissenschaftlichen Istitutes Essen sowie dem Hinweis auf die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vorstellung des Projekts " Radeln ohne Alter " mit Oberbürgermeister Thomas Kufen ( 2.v.l.) Vorstellung des Projekts " Radeln ohne Alter " mit Oberbürgermeister Thomas Kufen ( 2.v.l.) Foto: Elke Brochhagen

Vorstellung des Projekts " Radeln ohne Alter " Vorstellung des Projekts " Radeln ohne Alter " Foto: Elke Brochhagen

Projektstart "Radeln ohne Alter"

Heute startete das generationenübergreifende Mobilitäts-Projekt der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017 in Altendorf

16.09.2016

Buntes Treiben auf dem Ehrenzeller Platz: Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete heute (16.9) gemeinsam mit den Partnern des JobCenters Essen, der klima|werk|stadt|essen, der Neuen Arbeit der Diakonie Essen gGmbH, der Allbau AG und des Kulturwissenschaftlichen Institutes offiziell das neue Service-Angebot "Radeln ohne Alter".

Das Projekt, das seinen Ursprung in Kopenhagen hat, versetzt alte und hilfsbedürftige Menschen in die Lage, ihre Lieblingsplätze sowie neue und bekannte Orte mit dem Fahrrad zu besuchen - trotz körperlicher Einschränkungen. Möglich wird dies in Essen durch die Zusammenarbeit vieler engagierter Organisationen: Im Rahmen von öffentlich geförderten, gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten verhelfen bis zu acht Langzeitarbeitslose auf vier elektrischen Fahrrad-Rikschas Hochbetagten, die nur noch selten aus den eigenen vier Wänden kommen, zu ihrem Recht "den Wind in den Haaren spüren zu dürfen".

"Das Projekt ist ein besonders schönes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit vieler Akteure aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft unter dem Dach der Grünen Hauptstadt Europas 2017", betont Oberbürgermeister Kufen. "Hier verbinden sich beschäftigungs- und sozialpolitische Impulse mit dem Ausbau der Infrastruktur für die Elektro-Mobilität in unserer Stadt."

"Aktivierung, Wohlbefinden und Gesundheit sind wichtige Faktoren der Lebensqualität und der gelebten Klimakultur in unserer Stadt", weiß Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand Umwelt und Bauen der Stadt Essen. "Das Projekt 'Radeln ohne Alter' ist der Grundstein für den Aufbau einer E-Bike-Station direkt an der Rheinischen-Bahn-Trasse hier in Essen-Altendorf. Im Frühjahr 2017 entsteht am Niederfeldsee eine Verleih-, Service- und Ladestation der 'Neuen Arbeit der Diakonie Essen', die gleichzeitig ein Informations- und Anlaufpunkt für die Themen Elektromobilität und 'Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017' sein wird."

"Soziale Dienstleistungen und Hilfen zur Mobilisierung von Senioren bieten gute berufliche Perspektiven", ergänzt Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Soziales. "Für die Projektteilnehmer ist die zwölfmonatige Maßnahme des JobCenters Essen eine echte Chance, sich entweder direkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder sich auf eine Qualifizierung in der Wachstumsbranche 'Seniorenwirtschaft' mit ihren vielfältigen Aspekten vorzubereiten."
In einem sind sich alle Beteiligten einig: Mit "Radeln ohne Alter" gewinnt unsere Stadt auf allen Ebenen und die Grüne Hauptstadt Europas weiter an Fahrt.

Zum Hintergrund:
Das Modell "Radeln ohne Alter" wurde 2013 in Kopenhagen entwickelt und etablierte sich inzwischen in 111 Gemeinden in Dänemark (www.cyklingudenalder.dk). Die Bewegung hat inzwischen Norwegen, Schweden und Finnland erreicht und verbreitet sich nach Europa und Übersee. In Deutschland existiert das Projekt bisher in Berlin (www.radelnohnealter.de).
Anders als in den anderen Städten wird es in Essen nicht mit ehrenamtlichen Fahrern durchgeführt sondern mit einer arbeitsmarktpolitischen Förderung verknüpft. Aufgrund der Essener Topologie wurde es darüber hinaus als Modellprojekt der Elektro-Mobilität aufgesetzt.

Das JobCenter Essen fördert das Projekt mit insgesamt acht Stellen, von denen aktuell bereits sieben besetzt sind. Das Umweltamt der Stadt Essen hat mit der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen Klima-Initiative Essen die vier E-Rikschas beschafft. Die Neue Arbeit der Diakonie Essen gGmbH erweitert als durchführender Träger der Maßnahme ihr Zweirad-Angebot in Essen-Altendorf. Zurzeit ist das Projekt an der Hüttmannstraße 11 im Allbau-Punkt am Ehrenzeller Platz beheimatet. In einer weiteren, geplanten Ausbaustufe wird das Angebot ab April 2017 an der Niederfeldstraße um einen Fahrrad- und E-Bike-Verleih und weiteren Zweirad-Dienstleistungen zu einer Anlaufstation für die Elektro-Mobilität und zum Thema "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" erweitert. Perspektivisch wird die Beschäftigungsmaßnahme des Essener JobCenters dann um weitere sieben Plätze ausgebaut.

Die Essener Allbau AG übernimmt im Rahmen des Projektes die Kosten für den Umbau und die Bereitstellung der Räumlichkeiten in exponierter Lage, sowohl am Ehrenzeller Platz als auch am Niederfeldsee.
Ebenfalls im Rahmen des Forschungsprojektes Klima-Initiative Essen - durch das BMBF gefördert - untersucht das Kulturwissenschaftliche Institut Essen das Realexperiment im Bereich des nachhaltigen Verkehrsverhaltens bezüglich der Wirkung auf die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber auch im Hinblick auf die Wahrnehmung und Nutzung des neuen infrastrukturellen Angebotes durch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Innogy SE stellt zur Touren-Planung, für begleitendes Pflegepersonal und für den späteren Verleih acht weitere E-Bikes zur Verfügung.

Herausgeber:

Klimaagentur Essen
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