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Klimabilanz Essen

Deckblatt Integriertes Energie- und Klimakonzept Bilanzbericht 2017: Viele Menschen auf dem Fahrrad vor dem Hintergrund der Allbau-Siedlung 'Grüne Mitte'

Klimaschutzbericht 2017
Aktuelle Daten und Fakten rechtzeitig zur Weltklimakonferenz

Die Stabsstelle Klimaschutz der Stadt veröffentlicht im Jahr der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017 bereits zum sechsten Mal den Bilanzbericht zum „Integrierten Energie- und Klimakonzept“ und informiert damit Politik und interessierte Öffentlichkeit über die aktuellen Aktivitäten im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel.
Der kompakte Bericht gewährt auf knapp 100 Seiten in kurzen, ansprechenden Beiträgen fundierte Einblicke in ausgewählte Einzelprojekte der Handlungsbereiche Immobilien, Energie, Stadtentwicklung, Mobilität, Wirtschaft sowie umweltfreundliche Beschaffung.

Zentraler Baustein des Steuerungsinstrumentes für die Koordination und Dokumentation aller Klimaschutzaktivitäten des Konzerns Stadt Essen ist die Kurzbewertung der im Klimakonzept benannten rund 130 Maßnahmen und Projekte.
Erneut ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Maßnahmen mit besonderer Bedeutung für den Klimaschutz (Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017, European Energy Award®, ÖKO-PROFIT®, Klimainitiative Essen, EU- Förderung) enthalten.

Im neunten Jahr des „Integrierten Energie- und Klimakonzeptes“ zeigt die „klima|werk|stadt|essen“, wie Engagement sowie zahlreiche Ideen und Umsetzungen die nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung in Essen voranbringen.
Von Neubau- und Sanierungsmaßnahmen der Sport- und Bäderbetriebe Essen über die umfassende Umrüstung auf die LED-Beleuchtung aller Essener U-Bahnhöfe durch die RuhrBahn und das neue „Klimaschutzmanagement in Essener Bildungseinrichtungen“ bis hin zur „Europäischen Mobilitätswoche“ und dem zwischen der Essener Kreishandwerkerschaft und der Stadt vereinbarten „Masterplan Klimaschutz“ als ein Beispiel für die vielfältige Netzwerkarbeit im Bereich des Klimaschutzes in unserer Stadt: Durch die enge Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche der Verwaltung sowie den eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und Beteiligungsunternehmen im Konzern Stadt wurde erneut eine große Anzahl an innovativen und effizienten Ideen erfolgreich weitergeführt, umgesetzt oder begonnen.
Die schwierige Haushaltssituation der Stadt Essen macht es notwendig, in verstärktem Maße Förder- und sonstige Drittmittel zu akquirieren.

Der Bericht macht vorbildliche und innovative Projekte bekannt und soll zum Mitmachen auf allen gesellschaftlichen Ebenen anregen, um die ambitionierten Essener Klimaschutzziele erreichen zu können.

Zum Hintergrund

Ein funktionierendes Controllingsystem ist essentiell für die Sicherung eines effizienten Ressourceneinsatzes und die nachhaltige Fortschreibung des Energie- und Klimakonzepts. Ziel ist die regelmäßige Erfolgsmessung des Gesamtprogramms sowie die Überprüfung der Wirkung einzelnen Maßnahmen.

Als zentrales Controlling-Instrument wird von der Stabsstelle Klimaschutz des Umweltamtes jährlich ein Bilanzbericht vorgelegt. Der Bilanzbericht stellt die Ergebnisse bei der Umsetzung des Maßnahmenprogramms qualitativ und – sofern möglich – quantitativ gegliedert nach Sektoren und Einzelmaßnahmen dar.

Der Bericht richtet sich traditionell an die politischen Gremien, die Fachöffentlichkeit und die Umweltverbände, aber auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Zentraler Baustein der Bilanzberichte ist die aus der Maßnahmendatenbank generierte Aufstellung der im IEKK benannten über
130 Einzelmaßnahmen nach ihrem jeweiligen Status.

In kurzen Beiträgen gibt der Bericht darüber hinaus aufschlussreiche Einblicke in die wichtigsten Arbeitsergebnisse der Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie der städtischen Beteiligungsunternehmen im Bereich des Klimaschutzes.

CO2-Bilanz

Die Darstellung der gemeinsamen Effekte von Klimaschutzmaßnahmen und der Nachweis zur Erreichung der gesteckten Klimaschutzziele wird in Essen mit Hilfe einer CO2-Bilanz geführt. Zu diesem Zweck setzt die Stadt Essen seit 2007 das Online-Tool ECORegion ein.

Die CO2-Bilanz beinhaltet keine Darstellung von Klimaschutzeffekten konkreter Maßnahmen. Die einzelnen Projekte werden hinsichtlich ihrer Wirkung im Bilanzbericht IEKK einzeln betrachtet.

Zentrale Ergebnisse der aktuellen CO2-Bilanz sind:

  • Vom Essener Stadtgebiet sind im Jahr 2009 insgesamt 4,77 Mio. t CO2 ausgegangen. In 1990 waren es noch 6,22 Mio. t CO2. Dies entspricht einer Verringerung der Jahresemissionen um knapp 1,45 Mio. t CO2 (-23,3%).
  • Die Pro-Kopf-Emissionen in Essen konnten von 9,92 t CO2 (1990) auf 8,28 t CO2 (2009) verringert werden (-16,5%).
  • Damit liegt die Stadt Essen 2009 deutlich unter dem nordrhein-westfälischen Mittelwert von 10,7 t CO2 pro Einwohner und dem Bundesmittelwert von 9,6 t CO2 pro Einwohner.
  • Den größten Verursacheranteil an der ausgestoßenen CO2-Menge macht der Stromverbrauch mit 36,7% aus. Die Energieträger Benzin (11,3%), Erdgas (15,2%), Diesel (13,6%) und Heizöl (11,7%) folgen mit Abstand.
  • Der Verbrauch von Erdgas und die damit verbundenen Emissionen haben seit der letzten Bilanz zugenommen. Die CO2-intensiven Energieträger Erdöl und Kohle werden dadurch weiter verdrängt. Auch die zunehmende Versorgung des Stadtgebietes mit Fernwärme trägt zur CO2-Minderung bei.