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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Kompetenz für die Zukunft

Auf der Konferenz von Rio de Janeiro im Jahr 1992 haben sich 172 Staaten auf ein umfassendes Zukunftskonzept festgelegt. Dies wurde bereits 1987 durch die „Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“ festgelegt. Das als „Brundtland-Report“ bekannte Nachhaltigkeitskonzept orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Menschheit:

„Danach ist eine Entwicklung nachhaltig, welche weltweit die Bedürfnisse der heutigen Generationen zu decken vermag (intra-generationell), ohne für künftige Generationen die Möglichkeit zu schmälern, ihre eigenen Bedürfnisse zu decken (inter-generationell).“

Dieser Leitgedanke war der wesentliche Impuls für die Neuorientierung bzw. Weiterentwicklung der bis dahin verbreiteten Natur- und Umweltbildung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). BNE basiert auf dem umfassenden Ansatz der Nachhaltigkeit, der Ökologie, Soziales und Ökonomie miteinander verbindet. Diese drei Säulen fassen gleichberechtigt alles zusammen, was die Zukunftsfähigkeit der Menschheit ausmacht. BNE hat sich daher zum Ziel gesetzt, Gestaltungskompetenz in allen drei Bereichen zu vermitteln, um ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Menschen ohne Ausbeutung natürlicher Ressourcen zu ermöglichen. Denn die notwendigen Veränderungen hin zu einer nachhaltigen Entwicklung können nicht „von oben nach unten“ diktiert werden, sondern setzen an der Eigenverantwortung jedes Menschen an.

Methoden und Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Damit jede und jeder diese Entwicklung mitgestalten kann, befähigt BNE die Menschen, in ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebens- und Arbeitsumwelt verantwortungsbewusst und vorausschauend abwägen, entscheiden und handeln zu können. BNE zeichnet sich einerseits durch Methoden aus, die Selbstständigkeit fördern und Mut zum eigenverantwortlichen Handeln machen, und andererseits durch Inhalte, die für Menschen jeglichen Alters zukunftsrelevant sind.

Zentraler Begriff: Gestaltungskompetenz

Ziel der Gestaltungskompetenz ist es, zukunftsrelevante Probleme lösen zu können und über spezifische Handlungsfähigkeiten zu verfügen. Gestaltungskompetenz heißt, über Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensbestände zu verfügen, die Veränderungen im Bereich ökonomischen, ökologischen und sozialen Handelns möglich machen. Mit Gestaltungskompetenz kommt die Zukunft, die Variation des Möglichen, aktives Modellieren und Mitgestalten in den Blick. In diesem Zusammenhang wird auch der wesentliche Unterschied zwischen BNE und klassischer Umweltbildung deutlich, nämlich Chancenzugang anstatt Problemzugang. BNE setzt dabei die Frage nach einer wünschenswerten Zukunft in den Mittelpunkt und nicht wie bei der Umweltbildung die gegenwärtigen Probleme.

(Quelle: Ministerium für Umwelt Saarland: Nachhaltigkeit in der Schule)